Nachhaltigkeit, Neurodiversität, Nonsens

Monat: September 2019

Alexithymie, die seltsame Gefühlsblindheit

Alexithymie heißt „die Unfähigkeit, Gefühle zu lesen“. Gefühlsblindheit. Ich habe da schon verschiedene Definitionen gelesen und bringe hier meine Persönliche ein. Für mich heißt Alexithymie, dass ich oft nicht weiß, wie es mir geht, was ich fühle, warum ich etwas fühle, wie ich mein eigenes Verhalten interpretieren soll. Es ist wie eine eingeschränkte Theory of Mind mir selbst gegenüber. Ich kann die primäre Emotion, wenn ich mir Mühe gebe, ganz gut benennen. Also kann ich meistens unterscheiden, ob ich fröhlich, traurig, ängstlich oder niedergeschlagen bin, oder ob ich mich ärgere, Zuneigung oder Aversion empfinde. Dabei hilft mir der Gefühlsstern aus der kognitiven Verhaltenstherapie enorm (habe ich mir selbst angeeignet). Es dauert oft eine Weile, aber ich komme doch recht zielsicher per Ausschlussprinzip auf das Gefühl, weil es gewisse Regeln gibt, denen ich dabei folgen kann, bestimmte Fragen, die ich stellen kann. Gefühle erkennen nach Lehrbuch. Weiterlesen

Wie ich ziemlich klimafreundlich Litauen erkundete

[Einleitung] Oxytocin macht das Leben schöner. Ich lebe ein Jahr schon hier in dieser von der Elbe durchflossenen Gegend. An wenigen Orten entdeckte ich größeren Seelenfrieden als in dieser einst abstrus zerstörten Stadt. Fast nirgends eine größere Neugier als in dem Modul Biopsychologie. Nirgends eine größere Unendlichkeit als in den Weiten der Publikationen und Datenbanken. Alles fügt sich, wie die Zahnräder meiner Armbanduhr, die zwar nicht richtig läuft, aber vielleicht hat die Uhr recht und es gibt keine Zeit. Zumindest die KI, mit der ich letztens sprach, sagte das, aber die sagt viel dummes Zeug. Wer redet schon mit Robotern, um nützliche Dinge zu hören?

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