Nachhaltigkeit, Neurodiversität, Nonsens

Schlagwort: Exzentrik

„Das ist nicht Ausdruck einer psychischen Störung, das ist Kunst!“ – wie mich dieser Kommentar beflügelte

Eine Freundin sagte mir dies, als ich ihr eine Anekdote erzählte: Ich war aus irgendeinem Grund in der Charité, vielleicht weil ich in Berlin-Mitte war und aufs Klo wollte (das mache ich gerne in der Psychiatrie, höhö). Ich würde mal vermuten, ich habe eine besondere Bindung zur Charité. Es macht mich richtig glücklich, dort zu sein. Diese Gebäude! Alles ist so schön und so ruhig und vom Hauch der Geschichte, von medizinischer Exzellenz durchdrungen. Manchmal bin ich dort einfach so hingegangen, wenn ich in Berlin war, weil es mich angezogen hat, das Gelände bei der Friedrichstraße. Es gibt dort auch eine tolle Patientenbibliothek, in der ich ein enorm prägendes Buch fand.

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Ad absurdum

Julai saß auf dem Stuhl und starrte an Dr. Winter vorbei auf die Vorhänge. Ein Teil von ihr versuchte, das Muster auf den Vorhängen von ihrem natürlichen Chaos in eine geordnete Struktur überzuführen. Geistig. Es waren Strichzeichnungen stilisierter Äste mit Blättern daran; die Astdicke war durchaus biologisch unsinnig und ebenso die Blattaderung. Der Stoff des Vorhangs bildete Wülste und Furchen; am Gehirn würde man das Gyri und Sulci nennen. Nur dass der Vorhang keine Gene besaß, die seine Wülste und Furchen an Ort und Stelle beließen. Weiterlesen

Der Exzentrische Persönlichkeitsstil

Diese Bibliothek ist so wunderschön, denke ich jedes Mal. Gut, die Akustik ist so semi, aber diese Architektur… ich liebe meine Uni. Ich habe gerade eine Klausur geschrieben und den Ausdruck Einfaktorieller Randomisierungsplan benutzt. Heute jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum achten Mal. Wie es den Menschen dort wohl geht? Ich war in anderen Jahren an diesem Tag manchmal auf Anti-Atom-Demos und trotz des traurigen Themas fand ich die Atmosphäre so verzaubernd, vielleicht lag es an den japanischen Performancekünstlern. Wenn du keine Partys magst, geh doch einfach auf Demos…

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Big Talk, Small Talk, Meta Talk

Talking people everywhere. Als meine Mutter mir, da war ich zwei Jahre alt, sagte, wie toll es wäre, dass ich schon so viel wüsste, erwiderte ich: „Du kannst sprechen!“, allerdings auf ungarisch.

Im Studium hört mensch eine Menge Leute sprechen und soll auch selbst eine Menge sprechen. Auf englisch, auf deutsch, auf wissenschaftlich. Und Smalltalk. Theoretisch. Ich meine, da sind schon all die superfreundlichen Kommilitonen, und der akademische Buschfunk ist so überlebenswichtig manchmal, und überhaupt, sich nicht so verloren fühlen und mit anderen studentischen Irrsinn von irrational bis revolutionär aushecken zu können, das ist doch reizvoll. Also talken! Denn es erfüllt so viele dieser Funktionen.
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