Nachhaltigkeit, Neurodiversität, Nonsens

Schlagwort: Postwachstum

Nowtopia

Manchmal fühle ich mich etwas fremd hier. Meine Umgebung ändert sich rasant. Komme ich damit klar? Manchmal. Gestern hatte ich zum ersten Mal eine VR-Brille auf. Es wird gerade eine Studie zur Wahrnehmung mit eingeschränktem Gesichtsfeld (wie es bei manchen Menschen mit Augenerkrankungen auftritt, vorstellbar als Tunnelblick) durchgeführt. Die Forscher*innen wollen wissen, ob Menschen mit eingeschränktem Gesichtsfeld bei der visuellen Suche genau so implizit lernen, wo sie suchen sollen, wie nicht eingeschränkte Menschen. Ich hatte also diese Brille auf, und bevor der Versuch losging, stand ich in einer virtuellen Ebene mit einem virtuellen Horizont, über dem so viele virtuelle Sterne standen, wie sie in meiner Stadt wegen Lichtverschmutzung nie sichtbar wären. Weiterlesen

Ikaros flog immerhin CO2-neutral

Die Vektoren rufen mich mit Sirenengesang; ich kann nicht nein sagen ob dieser Klausur, die frisch gedruckt auf mich wartet. Vektoren zu verstehen ist eigentlich ganz einfach, aber sich die Angst zu nehmen, die da lautet „was, wenn ich die Vektoren doch nicht verstehe“, das ist weniger einfach. In einem Satz: Die Anzahl bevorstehender Prüfungen ist negativ korreliert mit der Frequenz geistiger Ergüsse in Form von Blogbeiträgen. Schade, echt.

Weiterlesen

Wissen, handeln, wandeln

Érik a szőlő… die Trauben reifen. Alles mögliche reift. Geht raus und pflückt, Leute!
Pflückt auch Wissen! Gutes, reifes Wissen aus samenfesten Erhaltungssorten (sprich: geeignet zur Saatguternte). Oh, wie freue ich mich über meine Ernte: An einem Tag Tomaten, am anderen Tag Wissen, aber von der motivierenden, in glückliche Schwingungen versetzenden Sorte. Wo hab ich das wohl her?

Weiterlesen

Ich bringe keinen Suff mit, sondern Suffizienz

Stellen wir uns vor, ich bekäme eine Einladung zu einer WG-Party, mit der Aufforderung, Suff mitzubringen (so bereits geschehen!). Suff, ich weiß gar nicht genau, was das ist, weil ich so ziemlich nie Alkohol trinke (das hat viereinhalb Gründe).
Ich male mir aus, wie ich klugscheißerisch sage: Ich bringe keinen Suff mit, sondern Suffizienz – um dann mit leeren Händen auf der Party anzukommen, aber einen kleinen Vortrag über Postwachstumsökonomie bereit zu haben. Eine WG-Party mit Science Slam, das wäre doch was!
Aber nun ja, das traue ich mich dann doch nicht, denn so sozial will ich ja sein, dass ich etwas zur Party mitbringe (dann eben keinen Suff). Und überhaupt, Suffizienz (ein anderes Wort wäre „Genügsamkeit“) heißt nicht gleich Verzicht! Aber was heißt es dann?

Weiterlesen

© 2020 undjetzterst

Theme von Anders NorénHoch ↑